Psychische Krise ohne Krisendienst?!
Eine Diskussion über Versorgungslücken in Sachsen-Anhalt
Podiumsgespräch
Mittwoch, 4. November 2026, 16 bis 18 Uhr
Lichthaus Halle
Dreyhauptstraße 3
06108 Halle
Eine psychische Krise kann jeden treffen – Betroffene und Angehörige stehen dann oft vor der Frage: Wo bekomme ich jetzt schnell und unkompliziert Hilfe?
Bayern zeigt mit seinen Krisendiensten, dass eine rund um die Uhr erreichbare, niedrigschwellige und aufsuchende Krisenhilfe landesweit organisiert werden kann. Auch andere Bundesländer haben neue Wege entwickelt, um Menschen in Krisen frühzeitig zu erreichen und unnötige Klinikaufenthalte zu vermeiden, auch auf kommunaler Ebene, darunter in Braunschweig, Gifhorn oder Bielefeld.
Wie ist die Situation in Sachsen-Anhalt? Das Angebot eines Krisendienstes gibt es hier bisher nicht. Was können wir von anderen Bundesländern lernen? Wie könnte eine gute, niedrigschwellige Krisenhilfe für Sachsen-Anhalt aussehen? Und was ist unter den aktuellen Bedingungen überhaupt möglich?
Darüber diskutieren wir mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, psychiatrischer Versorgung, Krisenhilfe, Selbsthilfe und Angehörigenarbeit.
Wir laden herzlich ein zu einer offenen und lösungsorientierten Diskussion über Chancen auf die Einrichtung einer psychiatrischen Krisenhilfe in Sachsen-Anhalt.
Denn: Wer in einer Krise Hilfe sucht, braucht sie nicht irgendwann – sondern sofort.
Auf dem Podium haben wir zu Gast:
Matthias Witt (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie Sachsen-Anhalt e. V.)
Katrin Gensecke (Landtagsabgeordnete, SPD)
Martin Guth (Geschäftsführer Krisendienst Psychiatrie Oberbayern)
Mandy Ganske-Zapf (Landesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen Sachsen-Anhalt e. V.)
Doreen Schmidt (ehem. Mitarbeiterin beim Krisendienst in Bayern, jetzt als Soziotherapeutin in Sachsen-Anhalt)
Dr. Kristina Geue, Notfall-Psychologin am Uniklinikum Magdeburg
Moderation: Tamina Kutscher, Journalistin
